VR Brille für PC & Konsole

Oculus Rift und HTC Vive - das sind die VR-Brillen, die mit einem Windows-Rechner kompatibel sind. Auch Sony steigt mit einer eigenen VR-Brille in den Virtual-Reality Markt ein. Zunächst ist sie nur für die Konsolen PlayStation 4 und PlayStation 4 Pro vorgesehen. Ob sie in Zukunft auch mit Computer kompatibel wird, bleibt zunächst offen.

Microsofts Xbox erfüllt die technischen Voraussetzungen für Virtual Reality leider nicht. Mit dem Projekt Scorpio sollte eigentlich die Xbox auch VR-tauglich werden, die Ende 2017 auf den Markt kommen soll. Microsofts Scorpio mit dem neuen Namen XBox One X - hätten bei der Namensgebung etwas kreativer sein können - soll vorerst ohne Virtual Reality Support erscheinen. Der Fokus liegt zunächst auf 4K-Gaming, aber Virtual Reality wird nicht komplett ausgeschlossen.

Technische Daten

Oculus Rift HTC Vive PlayStation VR
Kompatibilität PC PC PlayStation 4 & PlayStation 4 Pro
Display 5,7" OLED 5,7" OLED 5,7" OLED
Auflösung Je Auge 1080x1200 Pixel, insgesamt 2160x1200 Pixel Je Auge 1080x1200 Pixel, insgesamt 2160x1200 Pixel Je Auge 960x1080 Pixel, insgesamt 1920x1080 Pixel
Latenz < 20ms (Millisekunden) < 20ms (Millisekunden) < 18ms (Millisekunden)
Bildwiederholrate 90 Hz 90 Hz 120 Hz
Sichtfeld 110 Grad 110 Grad 100 Grad
Kabellänge 4 Meter 4,5 Meter 4,5 Meter
Gewicht 470 Gramm 555 Gramm 610 Gramm
Positionstracking Near Infrared CMOS Sensor ermöglicht Tracking des Nutzers vor dem Sensor Laser-Tracking-System für genaue Bewegungssteuerung auf einer Fläche von bis zu 25qm Die neun LEDs an der VR-Brille werden von der PlayStation Kamera getrackt

Hardware

Systemvoraussetzung für Computer

Um in den Virtual Reality Genuss zu kommen reicht leider der Kauf einer VR-Brille allein nicht aus. Auch die Platform auf der die VR-Brillen laufen sollen müssen hohe Anforderungen erfüllen. Während die PlayStation VR die PS4-Konsole - noch besser PS4 Pro - voraussetzt, sehen die Systemanforderung für Oculus Rift und HTC Vive wie folgt aus:

oculus Oculus Rift HTC Vive
Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 970, AMD Radeon R9 290 oder besser Nvidia GeForce GTX 970, AMD Radeon R9 290 oder besser
CPU Intel Core i5-4590 / AMD FX 8350 oder besser Intel Core i5-4590 / AMD FX 8350 oder besser
Arbeitsspeicher (RAM) 8 GB oder mehr 4 GB oder mehr
Video-Anschluss HDMI 1.3 oder DisplayPort 1.2 HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.2
USB-Anschluss 3x USB 3.0 1x USB 2.0 oder besser
Betriebssystem Windows 7, Windows 8.1 oder höher, Windows 10 Windows 7, Windows 8.1 oder höher, Windows 10
Speicherplatz 500+ MB pro Titel 500+ MB pro Titel

Nicht zu vergessen - hier handelt es sich um Mindestvoraussetzungen. Wer die Absicht hat für Virtual Reality einen neuen Rechner zu kaufen, sollten die Eigenschaften über den Anforderungen liegen, um auch in Zukunft detailreiche VR-Spiele flüssig spielen zu können.

Für Oculus Rift kann der vorhandene Rechner mit dem Testtool Oculus Rift Compatibility Checker auf VR-Tauglichkeit überprüft werden.

Auch Steam bietet für die Vive den "Steam VR Performance Test" an. Für die Überprüfung der Computer müssen die jeweiligen Programme runtergeladen und installiert werden.

VR-Brillen in der Praxis

Fazit - Welche VR-Brille kaufen?

Im direkten Vergleich zwischen Oculus Rift und HTC Vive geht die Vive als Favorit hervor. Den Unterschied macht nicht die Qualität der Linsen, das Display, die Bildwiederholrate oder das Sichtfeld sondern das Positionstracking aus. Denn das Trackingsystem von HTC Vive erlaubt dem Nutzer, im Gegensatz zu Oculus Rift und PlayStation VR, sich frei im virutellen Raum von bis zu 25m² zu bewegen. Das ermöglicht natürlich ein tieferes Eintauchen in die virtuelle Welt. Beim Oculus Rift dagegen werden nur die Kopfbewegungen vor dem Sensor erfasst. Kauft man die separat erhältlichen VR-Controller für 199€, so erhält man einen zusätzlichen Sensor, der die Spielfläche auf 2m x 2m (ca. 4m²) erweitert. Jedoch ist die Spielfläche bei Vive dennoch 6 mal größer.

Der Preis der Rift von 699€ (UVP) scheint auf den ersten Blick als Vorteil, addiert man jedoch die 199€ für die VR-Controller, so ist sie gerade mal einen Euro günstiger als die Vive, bei der die VR-Controller mit im Lieferumfang sind und 899€ (UVP) kostet. Um die Spiele mit Oculus Rift spielen zu können reicht auch der mitgelieferte Xbox One Wireless Controller aus, jedoch hält sich das VR-Erlebnis und der WOW-Effekt im Vergleich ohne VR-Controller in Grenzen.

Der gemeinsame Nachteil der VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive ist die hohe Systemvoraussetzung - man benötigt einen leistungsfähigen Rechner. Für ein VR-Erlebnis mit dem PC liegt die Gesamtinvestition um die 2000€. Überlegenswert ist, ob man durch Aufrüsten der Einzelteile wie Grafikkarte oder Arbeitsspeicher des Computers eventuell etwas günstiger wegkommen könnte.

 

Ist PlayStation VR die bessere Alternative?

Technisch ist die PlayStation VR auf dem selben Niveau wie die Konkurrenten - bis auf die Displayauflösung, die etwas schlechter ist, aber man sich schnell dran gewöhnt. Auch ist die Spielfläche wie beim Oculus Rift begrenzt. Ansonsten ist an der PlayStation VR nichts auszusetzen. Der große Vorteil ist zum einen der Preis der VR-Brille zum anderen ist sie mit der PlayStation 4 kompatibel, die für unter 300€ zu haben ist und sogar manche bereits eine besitzen. Bei Neuanschaffung würde das ganze System um die 800€ und mit der neuesten PlayStation 4 Pro Konsole ca. 930€ kosten. Außerdem sind über 200 Spiele und VR-Inhalte für PlaySation VR in Entwicklung, während bei Oculus Rift und HTC Vive die Angebote recht überschaubar sind.

Für den VR-Einstieg ist die PlayStation VR in Bezug auf Preis-Leistung am besten aufgestellt. Für diejenigen, die das VR-Erlebnis noch intensiver auskosten möchten und genug Platz zuhause haben, bietet sich die HTC Vive mit einer Spielfläche bis zu 25 Quadratmeter an. Die Oculus Rift ist sicherlich auch keine Fehlentscheidung. Wer eine VR-Brille kaufen möchte, macht mit diesen 3 VR-Brillen nichts falsch.