Virtual Reality » VR-Brille kaufen & ins Geschehen eintauchen!

 

Der Hype um Virtual Reality oder Virtuelle Realität, kurz VR, geht auch in diesem Jahr weiter und immer mehr Menschen möchten eine VR-Brille kaufen. Warum? Ganz einfach, weil Virtual Reality das Mittendrin-Gefühl vermittelt, das bisher keine andere Technologie vermitteln kann. Auch bei einem hochauflösendem Fernseher ist und bleibt man nicht mehr als ein Zuschauer.

Denn mit der neuen VR-Technologie werden die Kopfbewegungen, unter anderem auch die Handbewegungen und die Position des Nutzers im Raum erkannt und in eine virtuelle Umgebung übertragen. Es wird das Gefühl vermittelt, sich mitten im Geschehen zu befinden.

Nicht nur für Zocker ist Virtual Reality interessant. Mit einer Virtual Reality Brille, kurz VR-Brille, ist es möglich Veranstaltungen gemütlich von Zuhause aus zu verfolgen. Stelle Dir vor: Du sitzt bei einem Fußballspiel in der ersten Reihe, stehst bei einem Konzert direkt vor der Bühne oder schaust Deine Lieblingsoper aus dem Logenplatz an. Du kannst auch die schönsten Orte der Wert bewundern, Sehenswürdigkeiten oder Museen besuchen. Eine andere interessante Möglichkeit ist das Nacherleben der persönlichen Momente wie Hochzeit oder Geburtstag, die mit einer VR-Kamera aufgezeichnet worden sind.

Welche VR-Brillen gibt es?

Derzeit läuft Virtual Reality auf eine der drei Plattformen: Smartphone, Computer oder Konsole. Bei Virtual-Reality-Brillen für PC und Konsole handelt es sich um sogenannte High-End VR-Brillen. Das heißt, dass bei den VR-Brillen bereits ein Display im Gehäuse verbaut ist und nur in Verbindung mit einem Computer oder einer Konsole kompatibel ist. Das macht sich auch beim Preis deutlich bemerkbar, vor allem wenn ein Computer oder eine Konsole mitgekauft werden muss.

Hier wird der große Vorteil bei der Smartphone-Variante deutlich, denn die Meisten tragen die teure Hardware, nämlich das Smartphone, bereits in der Tasche. Was noch lediglich benötigt wird ist "nur" ein Kunststoffgehäuse. Daher sind VR-Brillen für Smartphones um ein vielfaches günstiger. Smartphone an der vorgesehene Position platzieren - fertig ist die VR-Brille.

Wer sich eine VR-Brille kaufen möchte um in den Genuss von Virtual Reality zu kommen, bietet die Smartphone-Variante einen günstigen Einstieg. Dass es einen gewaltigen Unterschied zu den High-End VR-Brillen gibt, sollte jedem klar sein. Zum Reinschnuppern ist man jedoch bestens bedient.

Neuerdings hat Oculus - Pioneer der VR-Brille - eine eigenständige VR-Brille angekündigt, welche weder Smartphone noch einen Computer oder eine Konsole benötigt. Der taiwanesische Smartphone Hersteller HTC und Oculus größter Konkurrenz hat bereits in China seine erste mobile VR-Brille vorgestellt. Jedoch ist der Preis und die Ausstattung noch nicht bekannt. Bekannt ist, dass die VR-Brille vorerst auf dem chinesischen Markt erscheinen wird.

Virtual Reality Lexikon

Für ein gutes VR-Erlebnis muss eine VR-Brille gewisse Anforderungen erfüllen. Neue Technologie - neues Gerät: Das Lexikon soll den Virtual Reality Interessenten einen kurzen Überblick über die wichtigen Kenndaten und Begriffe geben.

Funktion

Bei VR-Brillen für PC und Konsole ist in einem kleinen Gehäuse ein Display verbaut. Vor dem Display liegen zwei Linsen, durch die der Nutzer blickt. Durch eine Software wird das Bild fürs linke und rechte Auge geteilt, gekrümmt und an das Display geleitet. Dadurch erscheinen Spiele und Videos beim Blick durch die Linsen sehr groß und versetzt den Nutzer in eine virtuelle Welt. VR-Brillen für Smartphones verfügen über kein eigenes Display. Stattdessen schiebt man das Smartphone vor die Linsen.

Latenz

Latenz ist die Verzögerung zwischen der Kopf- bzw. Handbewegung und die Übertragung in die virtuelle Welt. Diese Zeit muss möglichst unter 20ms (Millisekunden) sein, damit eine glaubhafte Simulation möglich ist. Die PlayStation VR schafft laut Angaben 18ms. Bei einem höheren Wert kann es zur Übelkeit. Die Latenz wird von folgenden Faktoren ab: Qualität des Displays, Rechenleistung von CPUs, Empfindlichkeit der Senoren, Bildwiederholrate und Software.

Display

Bei OLED-Displays kommt die sogenannte "Low-Persistence-Technologie" in Einsatz. Das heißt die Pixel leuchten nur dann, wenn sie gebraucht werden. Solange die Pixel nicht gebraucht werden sind sie schwarz. Würden die Pixel dauerhaft leuchten, würde es zu Schmier- und Nachzieheffekten kommen und zur Übelkeit führen - auch bezeichnet als "Motion Sickness".

Displayauflösung

Bei VR-Brillen ist eine hohe Bildschirmauflösung und Pixeldichte wichtig, weil der Abstand zwischen den Augen und dem Display sehr gering ist. Bei niedrigen Auflösungen werden die einzelnen Pixel zu sehen sein. Für ein gutes VR-Erlebnis sollte die Mindestauflösung 1080p sein. Einige Hersteller geben die Auflösung pro Auge an, wodurch eine Displayauflösung von 1920×1080 Pixeln auf nur noch 960×1080 Pixeln pro Auge sinkt. Das liegt noch im grünen Bereich.

Sichtfeld

Das menschliche Auge hat ein horizontales Sichtfeld von ca. 180 Grad und ein vertikales Sichtfeld von ca. 60 Grad. Um einen “Tunnelblick” zu vermeiden sollte eine VR Brille mindestens einen Blickwinkel von 100 Grad haben. Ansonsten leidet die Echtheit der Simulation und  kann zur Übelkeit.

Bildwiederholrate

Die maximale Bildwiederholrate (in Hz) ist, wie oft ein Bild pro Sekunde wiederholt werden kann. Für eine flüssige Wiedergabe ist eine hohe Bildwiederholrate sehr wichtig. Das hängt natürlich auch von der Software ab, die diese Bilder liefern muss. Während bei Kinofilmen eine Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde der Standard ist, ist bei einer VR Brille 60 Bilder pro Sekunde (Hz) absolut die unterste Grenze. Der Grund ist das menschliche Gehirn, das auf Abweichungen sehr sensibel reagiert. Während die Playstation VR die 120Hz erreicht, geben sich Oculus Rift und HTC Vive mit 90Hz zufrieden.

Tracking und Sensoren

Für Virtual Reality werden die Bewegungen über das Tracking bestimmt und in die virtuelle Realität übertragen. Ein präzises Tracking macht das Erlebnis glaubhafter und beugt der Übelkeit vor. Nur durch das Tracking kann sich der Nutzer im virtuellen Raum umsehen und bewegen. Dafür werden in den VR Brillen Sensoren verbaut, um die Beschleunigung, Rotation (Gyrometer) oder die Blickrichtung (Magnetometer) zu messen. Um Bewegung exakt zu registrieren werden auch externe Kameras eingesetzt.

3D-Audio

Neben dem visuellen Erlebnis ist das 3D-Audio ein wesentlicher Bestandteil der Virtual Reality. Im Gegensatz zu "Surround Sound" kommt der Ton nicht aus mehereren Lautsprechern, die vor, neben und hinter dem Zuschauer aufgestellt sind. Sondern das Geräusch wird je nach Bewegung und Stellung der VR-Brille angepasst. Nähert man sich zum Beispiel einer zirpenden Grille, so wird das Geräusch lauter. Man hat somit auch ein Gefühl für die Entfernung und die Geschwindigkeit.

Immersion

Je stärker man das Gefühl hat sich an einem anderen Ort zu befinden, desto besser ist die Immersion. Das bedeutet: Immersion ist die Überzeugungskraft der virtuellen Umgebung auf den Nutzer.